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Die 15 am häufigsten nachgeschlagenen Begriffe in der PiA-Lernapp

Welche Begriffe bereiten Euch bei der Vorbereitung auf die schriftliche Approbationsprüfung der Psychotherapeut:innen am meisten Kopfzerbrechen.

Die folgenden 15 Begriffe wurden bisher am häufigsten über die Nachschlagefunktion der PiA Lernapp nachgeschlagen (in absteigender Reihenfolge). Da die Begriffe in der App nur zu den jeweiligen IMPP Prüfungsfragen angezeigt werden, listen wir sie hier gesammelt auf. Neben der Erklärung auf Wikipedia, ist es bei manchen Begriffen sinnvoll, sich weitere Ressourcen wie z. B. ein YouTube Video anzuschauen. Damit Ihr diese nicht selbst suchen müsst, haben wir sie verlinkt und/oder Euch die entsprechenden Stellen in den YouTube-Videos eingefügt. Zudem haben wir bei einigen Fragen Anmerkungen hinzugefügt, um den Begriff im Kontext von Psychotherapie bzw. den Prüfungsfragen zu erklären.

Wollt Ihr mehr davon oder habt Ihr passende Ergänzungen (Videos, weitere Begriffe etc.)? Dann schreibt uns.

Akathisie

Mit Akathisie, auch Tasikinesie oder Sitzunruhe genannt, wird eine extrapyramidale Hyperkinesie bezeichnet, die sich in einer allgemeinen motorischen Unruhe – bis hin zur Unfähigkeit, still sitzen zu können – äußert. Sie wird zu den Dyskinesien gerechnet. Der durch Medikamente (vor allem Neuroleptika) oder die Parkinson-Krankheit ausgelöste Drang führt zu periodischen Bewegungen, welche die Symptome der Störung jedoch nur kurz zu lindern vermögen. Der Begriff wurde 1901 von dem tschechischen Neuropsychiater Ladislav Haškovec (1866–1944) geprägt.

Quelle: Wikipedia

Dieser Begriff wird in der Prüfung häufig im Zusammenhang mit Nebenwirkungen von Neuroleptika und Antipsychotika abgefragt.

Sopor

Als Sopor (lateinisch sopor ‚tiefer Schlaf‘) oder Torpor (lateinisch torpor ‚Erstarrung‘, ‚Betäubung‘) bezeichnet man eine Form der quantitativen Bewusstseinsstörung, bei der der Patient sich in einem schlafähnlichen Zustand befindet, in dem nur durch starke Stimuli (z. B. Schmerzreize) Reaktionen (z. B. Abwehrbewegungen) ausgelöst werden können. Ein volles Erwecken des Patienten ist dabei meist nicht mehr möglich. Die Reflexe sind erhalten, der Muskeltonus ist herabgesetzt.

Diese quantitative Bewusstseinsveränderung wird in ihrem Ausmaß nur noch vom Koma übertroffen, weshalb sie auch als Präkoma bezeichnet wird. Die Vorstufe des Sopor hingegen heißt Somnolenz.

Quelle: Wikipedia

Amentielles Syndrom

Ein amentielles Syndrom (lateinisch Amentia) ist eine akute halluzinatorische Verwirrtheit mit Desorientiertheit, Ratlosigkeit, illusionärer Verkennung der Wirklichkeit und zusammenhanglosem Denken. Es tritt als Begleiterscheinung bei Gehirnschädigungen und körperlich begründbaren Psychosen, beispielsweise beim Alkoholdelir auf.

Quelle: Wikipedia

Klassifikation nach ICD-10

  • F79.9 Nicht näher bezeichnete Intelligenzminderung - Ohne Angabe einer Verhaltensstörung

Somnambulismus

Der Somnambulismus (seltener die Somnambulie; von lateinisch somnus, „Schlaf“ und ambulare, „umherlaufen, spazieren“), auch Schlafwandeln oder Nachtwandeln (Noktambulismus), historisch Mondsucht (Lunatismus) genannt, ist ein Phänomen, bei dem ein Schlafender ohne aufzuwachen das Bett verlässt, umhergeht und teilweise auch Tätigkeiten verrichtet. Der jeweilige Vorfall dauert meist nur einige Minuten. Es handelt sich um einen eigenartigen Dämmerzustand. Trotz ihres schlafenden Zustandes nimmt die Person ihre Umgebung wahr.

Quelle: Wikipedia

Der Somnabulismus ist eine nichtorganische Schlafstörung. In den Prüfungsfragen muss er z. B. zu organischen Schlafstörung wie Narkolepsie abgegrenzt werden.

Klassifikation nach ICD-10

  • F51.3 Schlafwandeln (Somnambulismus)

Dissemination

Dissemination (von lat. disseminare „aussäen“; Adjektiv: disseminiert) bedeutet „Streuung“ oder „Aussaat“.

Bei einem krankhaften Prozess wird die weiträumige Verteilung von Krankheitserscheinungen oder -erregern in einem Organ(system) oder im gesamten Körper als Dissemination bezeichnet. Ein Beispiel ist die auch als Encephalomyelitis disseminata beschriebene Multiple Sklerose. In diesem konkreten Fall wird der schubförmige Charakter als zeitliche Dissemination angesehen und ist neben der geforderten räumlichen Dissemination ein weiteres diagnostisches Kriterium. Bei infektiösen Erkrankungen wie der Tuberkulose ist die Dissemination Zeichen und Bezeichnung für ein fortgeschrittenes Stadium, in dem sich die zunächst lokal auf einen Herd begrenzten Erreger auf große Teile des Körpers ausweiten (Man spricht von disseminierten Infektion). Der Begriff der Dissemination wird auch auf pathologische Fehlsteuerungen wie die Disseminierte intravasale Koagulopathie angewendet. Bei bösartigen Tumorleiden ist der Begriff der Metastasierung gebräuchlicher.

Quelle: Wikipedia

Rigor

Rigor (lateinisch für „Starrheit“) ist ein medizinischer Ausdruck für Muskelstarre oder („wächserne“) Muskelsteifheit. Er bezeichnet eine Erhöhung des Muskeltonus, die durch die zentral gesteuerte gleichzeitige Aktivierung von Muskeln samt ihren Gegenspielern (Agonisten-Antagonisten-Koaktivierung) zustande kommt. Vom Betroffenen wird er als Steifigkeitsgefühl teilweise mit ziehenden Missempfindungen empfunden.

Quelle: Wikipedia

Katalepsie

Katalepsie (griechisch κατάληψις, katálēpsis „Besetzen, Erfassen, Festhalten“; deutsch auch Starrsucht, lateinisch stupor vigilans) ist eine neurologische Störung. Sie äußert sich darin, dass aktiv oder passiv eingenommene Körperhaltungen übermäßig lange unerwünscht beibehalten werden. Wird zum Beispiel ein Bein passiv von der Unterlage abgehoben, bleibt dieses nach dem Loslassen in der Luft. Die Störung tritt vor allem bei schizophrenen Erkrankungen auf, aber zum Teil auch bei organischen Hirnerkrankungen. Die Katalepsie ist von der Kataplexie zu unterscheiden.

Die Katalepsie ist oft vergesellschaftet mit einer starken psychomotorischen Verlangsamung und einer ausgeprägten Störung des Antriebs, ein Zustand, der als Stupor (früher auch „Starrsucht der Seelenäußerung“ genannt) bezeichnet wird. Von einer Katalepsie Betroffene weisen nicht selten eine wächserne Erhöhung des Muskeltonus bei passiven Bewegungen auf, die sogenannte Flexibilitas cerea, das heißt, die Gelenke lassen sich mit geringer Mühe passiv beugen und behalten die gegebene Stellung bei.

Neben der krankhaften Form kann die Katalepsie auch bei einer hypnotischen Trance als eines der sogenannten hypnotischen Phänomene auftreten oder gezielt der in Trance befindlichen Person vom Hypnotiseur suggeriert werden.

Quelle: Wikipedia

Klassifikation nach ICD-10

  • F44.2 Dissoziativer Stupor
  • F20.2 Katatone Schizophrenie

Agnosie

Die Agnosie ist ein relativ seltenes neuropsychologisches Symptom, das nach bi- oder unilateralen (sub)kortikalen Läsionen auftritt. Es wird definiert als eine Störung des Erkennens, ohne dass elementare sensorische Defizite, kognitive Ausfälle, Aufmerksamkeitsstörungen, aphasische Benennstörungen oder die Unkenntnis des zu erkennenden Stimulus vorliegt. Die Agnosie ist meist modalitätsspezifisch, wobei die Betroffenen möglicherweise in der Lage sein können, den beeinträchtigten Wahrnehmungskanal (Modalität) durch einen unbeeinträchtigten zu kompensieren.

Quelle: Wikipedia

Trotz intakter Sinnesorgane können Gegenstände beschrieben, aber nicht benannt werden. Eine Ursache der Agnosie sind z. B. Schädelhirntraumata. Unbeeinträchtigte Wahrnehmungskanäle (z. B. taktil) können helfen Wahrgenommenes zu erkennen und zu benennen.

Rosenthal-Effekt

Als Rosenthal-Effekt, Versuchsleiter(erwartungs)effekt oder Versuchsleiter-Artefakt wird in der Sozialpsychologie das Resultat eines Versuchsleiter-Versuchspersonen-Verhältnisses bezeichnet, durch das sich positive Erwartungen, Einstellungen, Überzeugungen sowie positive Stereotype des Versuchsleiters in Form einer „selbsterfüllenden Prophezeiung“ auf das Ergebnis des Experiments auswirken.

In der Wissenschaft hat sich mittlerweile der Begriff Versuchsleiterartefakt durchgesetzt.

Quelle: Wikipedia

Um diese Störvariable auszuschalten wird oft die doppelte Verblindung (double blind) eingesetzt.

Restitution

Prüfungsfragen zu diesem Begriff erfordern meist eine Unterscheidung von Restitution und Kompensation.

Restitution meint die komplette oder teilweise Wiederherstellung einer Hirnleistung. Im Vergleich dazu ist mit Kompensation der Einsatz von Ersatzstrategien durch die Verwendung anderer intakter Hirnleistungen oder das Nutzen von Restfunktionen gemeint.

Quelle: Ratgeber Neuropsychologie

Akinese

Akinese, auch Akinesie (altgr. κίνησις kínēsis „Bewegung“ mit Alpha privativum) bezeichnet eine hochgradige Bewegungsarmut bis Bewegungslosigkeit.

In der Neurologie ist sie eines der Hauptsymptome der Parkinson-Krankheit. Ebenso kann eine Akinese als extrapyramidale Nebenwirkung von Arzneimitteln aus der Gruppe der Neuroleptika beobachtet werden. In Verbindung mit Abulie kann das akinetisch-abulische Syndrom entstehen.

Bisweilen kann es bei akinetischen Patienten zum Auftreten von spontanen, normalen Bewegungsabläufen kommen. Dieses Phänomen wird als Kinesia paradoxa bezeichnet.

Quelle: Wikipedia

Fragen zu diesem Begriff sind häufig Abgrenzungsfragen zu anderen Begriffen. Es wird beispielsweise nach typischen Symptomen für das Parkinson-Syndrom gefragt (hier wäre Akinese eine von mehreren möglichen richtigen Antwortoptionen). Mögliche Distraktoren (falsche Antwortoptionen) wären in diesem Fall z. B. Stupor, Katatonie oder Katalepsie.

Ataxie

Ataxie (aus griechisch ἀταξία ataxia ‚Unordnung‘ ‚Unregelmäßigkeit‘) ist in der Medizin ein Oberbegriff für verschiedene Störungen der Bewegungskoordination. Eine Ataxie kann auftreten, auch wenn keine Lähmung (Parese) vorliegt, also bei normaler Muskelkraft.

Quelle: Wikipedia

Response

In der Psychotherapieforschung wird zwischen Response und Remission unterschieden. Mit Response ist das Ansprechen auf eine Behandlung gemeint (z. B. der Patient spricht auf die Behandlungsmethode an und die depressiven Symptome verringern sich). Remission meint den Rückgang der Krankheit, also die Genesung (z. B. eine Depression remittiert vollständig).

Stupor

Der Stupor (lateinisch „Erstarrung“; in der heutigen Bedeutung seit dem späten 14. Jahrhundert belegt) ist ein Starrezustand des ganzen Körpers bei wachem Bewusstsein, wobei Bewegungen nicht oder nur sehr langsam ausgeführt werden. Nahrung und Flüssigkeit werden nicht oder bestenfalls unter intensiver pflegerischer Hilfe aufgenommen. Es sind keine körperlichen oder psychischen Aktivitäten erkennbar, obwohl der betroffene Mensch Umweltreize wahrnimmt und verarbeitet. Trotz Wachheit reagiert er nicht auf Kommunikationsversuche (Mutismus); er wirkt starr und ausdruckslos bei extremer innerer Gespanntheit. Häufig kommt es zu Rigor, Fieber und vegetativen Symptomen.

Ein Stupor ist ein Symptom einer meist schweren psychischen Erkrankung oder wird durch Nebenwirkungen von Medikamenten hervorgerufen. Ursache eines Stupors kann eine schizophrene Psychose sein, insbesondere die katatone Schizophrenie. Eine besonders schwere und akut lebensbedrohliche Form der katatonen Schizophrenie ist die sogenannte perniziöse Katatonie. Hier kommt es zu einem Stupor (oder auch einem heftigen Erregungszustand mit raschen und ungezielten Bewegungen) und einer Erhöhung der Körpertemperatur sowie Elektrolytstörungen und Kreislaufkomplikationen.

Eine schwere Depression kann zu einem depressiven Stupor führen. Bei depressivem Stupor können stark verlangsamte Reaktionen vorhanden sein.

Ein psychogener Stupor entsteht aufgrund einer heftigen emotionalen Reaktion, oft auf extreme Ereignisse (gewissermaßen „starr vor Schreck“), siehe dazu Schreckstarre.

Daneben gibt es stuporöse oder stuporähnliche Zustände aufgrund organischer psychischer Störungen oder als Nebenwirkungen von Medikamenten, z. B. bei der Einnahme von Valproinsäure.

Stuporöse Zustände treten auch im Verlauf von infektiösen Erkrankungen des Zentralnervensystems wie Tollwut oder Tetanus auf.

Quelle: Wikipedia

Klassifikation nach ICD-10

  • F20.2 katatoner Stupor
  • F30.2 manischer Stupor [stuporöse Phase i. R. einer Manie mit psychotischen Symptomen]
  • F31-F33 depressiver Stupor
  • F44.2 disassoziativer Stupor

Instrumentelle und operante Konditionierung

Instrumentelle und operante Konditionierung, auch Lernen am Erfolg genannt, sind Paradigmen der behavioristischen Lernpsychologie und betreffen das Erlernen von Reiz-Reaktions-Mustern (Stimulus-Response) aus ursprünglich spontanem Verhalten. Die Häufigkeit eines Verhaltens wird durch seine angenehmen (appetitiven) oder unangenehmen (aversiven) Konsequenzen nachhaltig verändert. Das bedeutet, dass erwünschtes Verhalten durch Belohnung verstärkt und unerwünschtes Verhalten durch Bestrafung unterdrückt wird.

Man unterscheidet diese Art des Lernens von der klassischen Konditionierung, die ausgelöstes Verhalten betrifft (der lernende Organismus hat keine Kontrolle über den Reiz oder seine Reaktion).

Quelle: Wikipedia

Fading

Als Fading bezeichnet man den zeitweiligen Einsatz von Prompts (zusätzlichen Hinweisreizen), um eine Stimulusdiskrimination zu erreichen. Es handelt sich um einen Begriff aus der Verhaltenspsychologie, insbesondere aus dem Bereich der operanten Konditionierung. Dies bedeutet auf deutsch ungefähr allmähliches Verschwindenlassen. Ziel des Fadings ist es, verschiedene Reize unterscheiden (diskriminieren) zu lernen. Dies geschieht durch die schrittweise Annäherung der Reize bzw. durch die schrittweise Rücknahme zusätzlicher unterscheidender Reize.

Ein Beispiel:

  • Ein Lehrer fragt den Schüler nach der englischen Entsprechung des deutschen Wortes „Antwort“. Wenn der Schüler nicht auf Anhieb die richtige Antwort weiß, kann der Lehrer einen Hinweis (also ein Prompt) geben, durch den sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Schüler die Lösung findet, erhöht. Z. B. sagt der Lehrer die ersten Buchstaben des englischen Wortes („ans…“) oder er gibt einen anderen Hinweis, der als Prompt dient („Das Wort fängt im Englischen genauso an wie im Deutschen“). Beim nächsten Abfragen kann der Lehrer (idealerweise) das Prompt reduzieren (also z. B. weniger Buchstaben des richtigen Wortes vorsagen). Der Einsatz von Prompts wird bei jedem Abfragen reduziert, bis der Schüler zuletzt die Lösung ohne weitere Hinweise hervorbringt.

Quelle: Wikipedia

Fading dient der Stabilisierung von bereits aufgebautem Verhalten.

Kataplexie

Kataplexie (altgriechisch κατά kata „von … herab“, altgriechisch πλῆξις plēxis „Niederstrecken, Schlag“), nicht zu verwechseln mit der Katalepsie oder der Katatonie, ist der medizinische Fachausdruck für den emotionsbedingt (Freude, Lachen, Scham, Begeisterung, Ärger, Erregung oder Schreck) auftretenden kurzzeitigen Verlust des Muskeltonus ohne Bewusstseinstrübung.

Nachdem das Krankheitsbild der Kataplexie im Zusammenhang mit der neuronal bedingten Störung der Schlaf-Wach-Regulation (Narkolepsie) 1880 von Gélineau zunächst noch ohne genaue Abgrenzung der einzelnen Symptome voneinander beschrieben worden war, wurde im Jahr 1902 von Löwenfeld die Bezeichnung Kataplexie für Episoden des affektiv ausgelösten Verlusts des Muskeltonus etabliert. Kataplexie ist eines der vier zusammen als narkoleptische Tetrade bezeichneten Symptome und neben der exzessiven Tagesschläfrigkeit Leitsymptom der Narkolepsie. Kataplexie kann unter anderem auch bei der Niemann Pick Typ C Erkrankung auftreten; jedoch leiden nur etwa 20 % der Betroffenen darunter.

Quelle: Wikipedia

Konversionsstörung

Konversionsstörungen sind eine Gruppe neurotischer Störungen. In der internationalen Klassifikation psychischer Störungen ICD-10 werden sie synonym als dissoziative Störungen bezeichnet. Typische Symptome sind ein Verlust des Identitätsbewusstseins, Erinnerungsstörungen und eine mangelnde Kontrolle über Körperbewegungen. Patienten nehmen neurologische Symptome wie Taubheit, Blindheit, Lähmung, ungewollte Muskelkontraktionen oder Anfälle wahr, für die keine neurologische Ursache zu finden ist. Es wird derzeit vermutet, dass diese Probleme in Reaktion auf Schwierigkeiten im Leben des Patienten entstehen. Im US-amerikanischen Klassifikationssystem DSM-IV wird die Konversionsstörung als somatoforme Störung verstanden.

Quelle: Wikipedia

Im Kontext der Prüfungsfragen ist wichtig, dass Symptome erst nach vorhergehenden Belastungen, Problemen oder gestörten Beziehungen auftreten.

Klassifikation nach ICD-10

  • F44 Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen)

Circumplex

Das Circumplex Modell wurde 1979 von Olson et al. entwickelt, um Familiensysteme zu klassifizieren und der empirischen Untersuchung zugänglicher zu machen. Das Modell besteht aus den Variablen Kohäsion (Zusammenhalt) und Adaptabilität (Anpassung). Später wurde noch die unterstützende Variable Kommunikation hinzugefügt.

Spätdyskinesie

Spätdyskinesien (dt. „verspätete motorische Störung“, syn. tardive Dyskinesie bzw. Dyskinesia tarda, aus dem französischen dyskinésie tardive) sind Bewegungsstörungen, häufig im Gesichtsbereich (Zuckungen, Schmatz- und Kaubewegungen), beispielsweise Akathisie, Grimassieren oder unwillkürliche Bewegungsabläufe der Extremitäten (Hyperkinesen), die als möglicher Schaden nach längerem Gebrauch von Neuroleptika auftreten können. Sie werden zu den extrapyramidalen Hyperkinesien gerechnet. Die Spätdyskinesien sind nach langfristigen Therapien mit Psychopharmaka häufig irreversibel und sprechen auch auf Antagonisten wie Betablocker nicht an, da diese nur Nebenwirkungen von Neuroleptika mildern, aber keinen Effekt bei Dyskinesien haben. Die tardive Dyskinesie wurde zuerst 1968 von George Crane beschrieben.

Quelle: Wikipedia

In der Prüfung wird dieser Begriff z. B. als Nebenwirkung von Neuroleptika / Antipsychotika abgefragt.

Akrozyanose

Unter Akrozyanose (auch: Akroasphyxie, Acroasphyxia oder Acrocyanosis) versteht man eine Blaufärbung (Zyanose) der Körperanhänge (Akren), wie zum Beispiel der Finger, Zehen, Nase und Ohren, die vorwiegend bei jungen Frauen auftritt. Weitere Merkmale sind eine kalte und feuchte Haut, eventuell eine teigige Schwellung und Parästhesien. Werden die Verfärbungen weggedrückt, treten sie beim Loslassen von der Peripherie ausgehend erneut auf. Dies bezeichnet man als Irisblenden-Phänomen.

Eine chronische Form wird auch als Cassirer-Syndrom oder als Cassirer-Crocq-Syndrom (lat.: Acroasphyxia chronica hypertrophica) bezeichnet nach dem deutschen Neurologen Richard Cassirer.

Ursache

Temperaturen zwischen 15 °C und 18 °C lösen die Akrozyanose aus. Akrozyanose ist auch ein Symptom bei Herz- und Lungenkrankheiten (z. B. Eisenmenger-Reaktion) und bei Kryoglobulinämie sowie der Anorexia nervosa.

Quelle: Wikipedia

Dieser Begriff wird häufig bei Prüfungsfragen zur Anorexia nervosa abgefragt. Zudem kommt er auch als Distraktor (falsche Antwortoption) bei anderen Fragen zum Einsatz.

Neurasthenie

Neurasthenie (Nervenschwäche; von altgriechisch νεῦρὀν neuron „Nerv“ und ὰσθενὴς asthenès „schwach“) ist eine in der ICD-10 enthaltene psychische Störung. Sie wird nur noch selten diagnostiziert und spielt in der psychotherapeutischen sowie psychiatrischen Praxis kaum noch eine Rolle, da inzwischen andere Krankheitsbilder (u. a. Depression und Burn-out) beschrieben wurden, welche die Symptome der Neurasthenie umfassen.

Kernsymptomatik ist die körperliche Schwäche und Erschöpfung nach nur geringfügiger Anstrengung begleitet von Schmerzen und der Unfähigkeit sich zu regenerieren.

Quelle: Wikipedia

Klassifikation nach ICD-10

  • F48.0 Neurasthenie

Habit-Reversal-Training

Das Habit Reversal Training (HRT) von Azrin und Nunn (1973) ist ein verhaltenstherapeutisches Verfahren zur Behandlung einer Vielzahl nervöser Verhaltensgewohnheiten.

Es wird angenommen, dass diese Verhaltensgewohnheiten dann zu Problemen werden, wenn sie ein Teil von Verhaltensketten sind, die teilweise unbewusst ablaufen und sozial toleriert werden. Durch die ständigen Wiederholungen werden die Verhaltensweisen aufrechterhalten.

Das HRT beinhaltet das Erlernen adäquater Selbstwahrnehmung und Unterbrechung von Verhaltensketten durch konkurrierende Verhaltensweisen, Aufbau von Veränderungsmotivation sowie Maßnahmen zur Generalisierung der Fortschritte auf den Alltag.

Quelle: Wikipedia

Zyklische maladaptive Muster

Unter zyklisch maladaptiven Mustern, auch zyklisch maladaptiver Beziehungszirkel (engl. cyclic maladaptice pattern CMP) genannt, versteht man ein psychodynamisches Modell, mit dem die Beziehung zu anderen und zu sich selbst erklärt werden soll. Das Modell stammt von Hans Strupp und Jeffrey L. Binder aus den Jahren 1984, 1993. Auf Anregung von Lorna Smith Benjamin wurde das Modell von W. P. Henry und W. Tress um die biografischen Primärerfahrungen ergänzt. Die Minimalstruktur umfasst dabei vier Aspekte:

  • Erwartungen des Patienten an das Verhalten anderer Personen
  • Verhalten des Patienten gegenüber anderen Personen
  • Verhalten anderer Personen dem Patienten gegenüber
  • Umgang des Patienten mit sich selbst (maladaptives Introjekt)

Diese vier Aspekte ergeben eine sich selbst verstärkende Schleife. Das Modell der zyklischen maladaptiven Muster hatte Einfluss auf die Erstellung der Achse II in der operationalisierten psychodynamischen Diagnostik (OPD II).

Quelle: Wikipedia

Rett-Syndrom

Das Rett-Syndrom ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Ursache dafür ist eine Enzephalopathie, die einem X-chromosomal dominanten Erbgang folgt. Die X-chromosomalen Mutationen kommen zum Zeitpunkt der Zeugung sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Embryonen vor. Bei männlichen Embryonen führen die Mutationen jedoch durch Hemizygotie fast immer zum intrauterinen Fruchttod. Aus diesem Grund werden nahezu ausschließlich Mädchen mit Rett-Syndrom beobachtet (Gynäkotropie). Zum ersten Mal beschrieben wurde das Rett-Syndrom 1966 von dem Wiener Kinderarzt Andreas Rett (1924–1997). In Deutschland wird die Häufigkeit auf 1:15.000 bis 1:10.000 geschätzt.

Die betroffenen Kinder entwickeln sich anfangs scheinbar regelgerecht. Zwischen dem siebten Lebensmonat und dem zweiten Lebensjahr verliert das Kind aber, nach einer variablen Phase eines Entwicklungsstillstands, zumindest teilweise bereits erlernte Fähigkeiten, insbesondere das Sprechen und den Gebrauch der Hand. Der Zustand der Kinder stabilisiert sich dann wieder und das Erreichen eines normalen Alters ist möglich. Menschen mit Rett-Syndrom zeigen typischerweise Symptome von Autismus und Störungen der Bewegungskoordination (Ataxie). Manche erkrankte Personen haben eine geistige Behinderung, viele sprechen einige Worte und können einfachen Aufforderungen folgen. Weiterhin charakteristisch für das Rett-Syndrom sind epileptische Anfälle und Handstereotypien, die den Bewegungen beim Händewaschen ähneln.

Im Diagnoseschlüssel DSM-IV sind das Rett-Syndrom, das Asperger-Syndrom und die „nicht näher bezeichnete tiefgreifende Entwicklungsstörung“ unter einer Ziffer 299.80 zusammengefasst. Im ICD-10 hat das Rett-Syndrom seine eigene Ziffer F84.2.

Quelle: Wikipedia

Klassifikation nach ICD-10

  • F84.2 Rett-Syndrom
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