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Die Falldokumentationen

Joanna Marciniak
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Joanna Marciniak

Was ist eine Falldokumentation?

Eine Falldokumentation ist eine Sammlung von Dokumenten, Anträgen, Protokollen und Therapiebeschreibung für jeden Deiner Ausbildungspatient*innen, mit denen Du Deine 600 Therapiestunden sammelst. Von diesen Falldokumentationen müssen sechs Therapiebeschreibungen ausführlich sein und der Rest kann verkürzt sein.

Wann sollte man mit den Falldokumentationen anfangen?

Sobald Du Patientenstunden in der Ausbildung sammelst, solltest Du direkt mit der dazugehörigen Falldokumentation beginnen. Egal wo Du Dich in der Ausbildung befindest, fange daher jetzt damit an! Je früher Du die Falldokmentationen erledigst, desto stressfreier wird Deine Prüfungsvorbereitung! Solltest Du noch welche offen haben (was häufig eher die Regel als Ausnahme ist ;)), fange zuerst damit an, da die Falldokumentationen in der Regel drei Monate vor der schriftlichen Prüfung im Institut vorgezeigt werden müssen.

Wie lange dauert das Zusammenstellen der Falldokumentationen?

Wie lange Du für das Schreiben Deiner Fälle und die Zusammenstellung der Falldokumentation benötigst, ist natürlich sehr individuell und hängt von Deiner Vorarbeit, Deinen zeitlichen Kapazitäten und Deinem Arbeitstempo ab. Ich habe für eine Falldokumentation neben meiner Arbeit in Teilzeit, inklusive Arbeit am Wochenende, ca. 1 1/2 Wochen benötigt.

Welche Arbeitsweise ist sinnvoll?

Die Devise bei den Falldokumentationen heißt: So effizient und unperfekt wie möglich. Du bekommst dafür keine Note. Sie müssen lediglich von Deinem/r Supervisor*in und von Deinem Institut abgenommen werden. Es darf natürlich kein Dokument fehlen, aber i.d.R. schaut sich keiner z. B. Protokolle oder Therapiebeschreibungen im Detail an. Deine beiden Prüfungsfälle wählst Du aus Deinen Falldokumentationen aus. Die Prüfer erhalten von Deinen beiden Fällen jedoch nicht die gesamte Falldokumentation, sondern nur die Therapiebeschreibung. Die Endversion der beiden Therapiebeschreibungen muss bei den meisten Instituten erst eine Woche vor der schriftlichen Prüfung eingereicht werden. So hast Du nach der Abgabe Deiner Falldokumentationen noch Zeit Deine Prüfungsfälle zu perfektionieren. Da diese Regelung nicht für alle Institute einheitlich gilt, kläre den Abgabetermin Deiner Prüfungsfälle unbedingt rechtzeitig ab.

Schritte (ToDo-Liste)

  1. Hole Dir einen Dokumentationsleitfaden von Deinem Institut. Darin ist aufgelistet, was Deine Falldokumentationen enthalten müssen.
  2. Besorge Dir Beispiele für Therapiebeschreibungen von Deinen Kommilitonen*innen. Auf diese Weise bekommst Du ein Gefühl dafür, wie man so etwas schreibt. Bei den Materialien findest Du ein Beispiel für eine Therapiebeschreibung eines Prüfungsfalls, welches die Vorgaben des IFT-Nord in Kiel erfüllt. Therapiebeschreibungen von Nichtprüfungsfällen können deutlich oberflächlicher und kürzer gehalten werden.
  3. Erstelle Dir eine Übersicht darüber, wie viele Falldokumentationen Du noch fertigstellen musst und was dabei noch konkret fehlt. Bei den Materialien findest Du ein Übersichtspapier bzw. To-Do Liste zum individuellen Ausfüllen.
    1. Nimm Dir jeweils einen Therapiefall nach dem anderen vor und arbeite von vorne nach hinten. So denkst Du Dich besser in einen Fall rein und das Schreiben der Therapiebeschreibung geht später leichter.
    2. Zuerst sortiere (und ggf. ergänzen) Deine Therapie- und Supervisionsprotokolle.
    3. In der Regel hast Du den Bericht an den Gutachter schon zu Therapiebeginn geschrieben. Wenn nicht, erledige dies jetzt. Dabei hilft Dir der PTV 3 – LEITFADEN ZUR ERSTELLUNG DES BERICHTS AN DEN GUTACHTER bei den Materialien.
    4. Zuletzt schreibe die Therapiebeschreibung anhand der Übersicht Deines Institutes sowie der Beispiele Deiner Kommilitonen*innen und aus diesem Kurs.
  4. Fülle alle Dokumente aus, die Dein Institut in der Übersicht fordert.
  5. Geschafft, to-dos durchstreichen nicht vergessen! 😉

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